Schloss Weißau
Schloss in Österreich
Das Schloss Weißau stand im Ortsteil Oberweißau der Gemeinde Lochen am See im Bezirk Braunau. Es war ein Ritterlehen, das seit dem 16. Jahrhundert in mehreren Linien aufgeteilt war. Die Familie Vizdomb, die den Besitz übernahm, hatte eine wichtige Rolle im lokalen Gerichtswesen und leistete Rittersteuer an das Rentamt Burghausen. Die Familie war auch im Wappen mit einem geharnischten Ritter abgebildet, der ein Schwert zum Schlage ausholte. Der Besitz von Weißau war bis ins 19. Jahrhundert verbunden mit Lehensverpflichtungen, die 1798 durch Kaiser Franz I. aufgehoben wurden. Die Wirtslinie der Vizdombs erlosch 1909, während die Gutslinie weiter existierte. Das Wirtshaus, das heute steht, wurde 1742 gebaut, und der gastgartenseitige Eingang trägt die Jahreszahl 1557, die auf die Besitzer Georg und Thomas Meusrembel zurückgeht. Das Schloss selbst soll zwischen den heutigen Gebäuden Nr. 3 und 6 in Oberweißau gestanden haben. Es brannte 1810 nieder, doch Nebengebäude blieben erhalten. Im Obstgarten hinter dem Gasthaus wurden Grundmauern des Schlosses gefunden, die heute überbaut sind. Die Gerichtsstätte des Schlosses wird vermutet, dass sie im Wirtshaus lag. Die Geschichte von Weißau ist eng mit der regionalen Adelsfamilie und dem lokalen Gerichtswesen verbunden.
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- Art
- Schloss
- Ort
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