📷 Kép: Wikimedia Commons
Johanniterkommende Hl. Grab
Ordensniederlassung des Johanniterordens in Goslar
Die Johanniterkommende Zum Heiligen Grab war eine Niederlassung des Johanniterordens in Goslar, die vom 13. bis 16. Jahrhundert bestand. Sie lag nordwestlich der Stadtbefestigung, vor dem Vititor, und war mit einer Klosterkirche ausgestattet, die als Nachbildung des heiligen Grabes diente. Zum Komplex gehörte ein Hospital, das dem Ordensauftrag entsprach. Die Gebäude wurden 1527 bei den Goslarer Unruhen zerstört, nur Reste an der Straße Am Heiligen Grabe blieben erhalten. Die Kommende wurde 1214 erstmals erwähnt und war bis 1527 bestehen. Die Gebäude waren bereits vor der Reformation baufällig, und Verhandlungen über einen Umzug fanden statt. 1508 erfolgte ein Teilabriss, und 1527 wurde das Kloster aufgrund der Bedrohung durch Heinrich II. von Braunschweig-Wolfenbüttel abgetragen. Die Johanniter kamen zunächst in das Kloster der Trollmönche, bevor der Konvent aufgelöst wurde. Die Fundamente der Kommende wurden im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und teilweise freigelegt. Dabei wurde auch die Grabplatte von Johannes Engel, einem der letzten Priore, gefunden, die heute in der Kaiserpfalz aufbewahrt wird. Die Reste der Kommende sind heute als Teil der historischen Stadtsilhouette von Goslar erkennbar.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Kommende
- Ort
- Goslar
- Erbaut
- 1164
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