Taschenturm
Turm in Deutschland
Der Taschenturm ist ein Nebentor der Ingolstädter Stadtmauer und wurde 1390 im Zuge der Stadterweiterung errichtet. Er steht an der Südwestseite der zweiten Stadtumwallung, die heute weitgehend erhalten ist. Der Turm ist fünfgeschossig und wird durch sein Satteldach mit Dachtaschen charakterisiert. Er war lange der einzige Auslass an dieser Stelle und gilt als höchster Torbau der Stadtmauer. Der Turm war während der Hexenverfolgungen im 16. Jahrhundert ein Ort der Folterungen, an denen auch der spätere bayerische Kurfürst Maximilian I. beteiligt war. Zudem diente er als Henkerswohnung und Gefängnis. Im 16. Jahrhundert wurde er in der klassizistischen Festung als Teil der Fronte Preysing (Fronte 79) integriert, die heute noch sichtbar ist. Der Taschenturm war ursprünglich mit einer Brücke versehen, die den umgebenden Wassergraben überspannte. Diese Brücke existiert heute nicht mehr. Die Umgebung um den Turm ist geprägt von der erhaltenen Stadtmauer und der Lage an der Donau. Die historischen Räume und Wege ermöglichen Einblicke in die mittelalterliche Befestigung und ihre Nutzung im Laufe der Zeit.
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- Art
- Turm
- Ort
- Ingolstadt
- Denkmalstatus
- Ehemaliges Baudenkmal in Bayern
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