Savonnerie Marius Fabre
Die Savonnerie Marius Fabre ist eine Seifensiederei in Salon-de-Provence, jener Stadt in der Provence, in der sich - wie in Toulon und Arles - nach der Regelung der Seifenherstellung unter Ludwig XIV. Betriebe ausserhalb Marseilles ansiedelten. Gegruendet wurde das Unternehmen 1900 und traegt den Namen seines Gruenders Marius Fabre. Es stellt Savon de Marseille her, jene Seife, die nicht durch eine geschuetzte Herkunft, sondern durch ein festgelegtes Herstellungsverfahren und einen Mindestgehalt an Fettsaeuren definiert ist. Die Grundlage legte ein Edikt Ludwigs XIV. vom 5. Oktober 1688, das fuer die Seifenherstellung ausschliesslich reine Olivenoele ohne Beimischung von Fett vorschrieb. Traditionell trug der Wuerfel von 600 Gramm den Namen der Siederei und die Angabe von 72 Prozent Oel eingepraegt. Marius Fabre traegt seit 2009 das staatliche Label Entreprise du Patrimoine Vivant und wurde 2020 weiterhin von der Familie gefuehrt, genauer von zwei Urenkelinnen des Gruenders; das Haus beschaeftigte 2020 vierzig Menschen, in den 1930er Jahren waren es bis zu siebzig. 2011 gehoerte es mit den Savonneries Fer-a-Cheval, Le Serail und du Midi zu den Gruendern der Union des Professionnels du Savon de Marseille. Gearbeitet wird nach dem procede marseillais in fuenf Schritten und mit Verseifung in offenen Kesseln, den chaudrons. Fette und Lauge kommen gemeinsam in den Kessel und werden unter Ruehren auf 120 Grad erhitzt, danach folgen das mehrstuendige Kochen, das Auswaschen der Paste mit gesaettigtem Salzwasser, das Ruhen und Waschen, das Giessen in Formen und das Trocknen; zum Schluss wird die erhaertete Masse in Wuerfel geschnitten und gestempelt. Verwendet werden ausschliesslich pflanzliche Oele wie Oliven-, Kopra- und Palmoel. Marius Fabre gehoert damit zu den wenigen verbliebenen Haeusern der Region, die diese Seife noch so herstellen wie vor drei Jahrhunderten.
A nyitvatartás és a belépődíj szezononként változik, ezért nem szerepel ebben a szövegben.
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