Moschee im Schwetzinger Schlossgarten

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Moschee im Schwetzinger Schlossgarten

Gebäude im Garten des Schwetzinger Schlosses

Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten, auch „Rote Moschee“ genannt, steht im Garten des Schwetzinger Schlosses in Baden-Württemberg. Sie wurde von Hofarchitekt Nicolas de Pigage im 18. Jahrhundert erbaut und ist Teil der türkischen Gartenanlage. Die Bauarbeiten begannen 1779 und wurden 1792/93 abgeschlossen, wobei die Minarette erst 1795/96 fertiggestellt wurden. Die Moschee war das teuerste Bauwerk der Anlage und kostete rund 120.000 Gulden. Die Moschee diente nicht als islamisches Gotteshaus, sondern als Symbol der Toleranz und Vielfalt. Sie wurde zeitweise für Gottesdienste genutzt, beispielsweise nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und in den 1980er Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Innenraum als Jazz-Club. Seit 1970 wurden die Anlage und die Moschee restauriert, wobei Baden-Württemberg rund 10 Millionen Euro investierte. Die Moschee ist mit einem Wandelgang verbunden, der den Grundriss eines christlichen Kreuzgangs ähnelt. Der Wandelgang ist von Treillage-Gängen umgeben, die von Portalbauten und Pavillons unterbrochen werden. Die Fassade der Moschee folgt dem Stil der Wiener Karlskirche und ist mit Säulen, Giebeln und Zierfeldern verziert. Die Minarette sind ein Abbild der Säulen des Tempels von Salomo und wurden in der Aufklärungszeit als Symbol der Toleranz konzipiert. Die Moschee und der Wandelgang sind in Kreis, Rechteck und Achteck geformt, was die architektonische Struktur der Anlage bestimmt.

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Art
Baudenkmal
Ort
Schwetzingen
Erbaut
1779
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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