Raubschloss (Gräfenroda)

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VárakThüringenBezirk Thüringen

Raubschloss (Gräfenroda)

Burg in Thüringen, Deutschland

Das Raubschloss, auch Alteburg genannt, ist eine hochmittelalterliche Befestigungsanlage bei Gräfenroda auf dem westlichen Bergsporn des Arlesberges. Die Burgstelle liegt etwa 3,5 km südwestlich vom Ortszentrum von Gräfenroda und 2 km südlich vom Ortsteil Dörrberg. Sie befindet sich am Nordrand des Thüringer Waldes, wo die mittelalterliche Handelsstraße bei Geschwenda verlief. Die Anlage war für den Verlauf dieser wichtigen Handelsstraße entscheidend. Die Burg wurde wahrscheinlich um 1150 von den Grafen von Kevernburg errichtet und war im 13. Jahrhundert mehrfach von Raubrittern besetzt. 1290 und 1343 wurden sie belagert und schließlich vollständig zerstört. Im 17. Jahrhundert gab es Versuche, Kupfer- und Silbererze zu fördern, doch die Bergbauaktivitäten endeten mit einem Verlust von über 13.000 Gulden. Die Ausgrabungen von 1905 bis 1909 zeigten, dass die Burg eine rechteckige Anlage von 65 m × 50 m hatte und einen Ziehbrunnen in den Felsen. Die Burgstelle ist ein geschütztes Bodendenkmal und wird forstwirtschaftlich genutzt. Eine rekonstruierte Mauerpartie lässt die Ausgrabungsstätte besichtigen. Um die Burg ranken sich Sagen, etwa über den Burggraf und seine Tochter Katharina Anna, die von Raubrittern vertrieben wurden. Die Anlage ist Teil der überlieferten Geschichte Thüringens und wird in mehreren Werken beschrieben.

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Art
Burg, Wüstung
Ort
Gräfenroda
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Thüringen

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