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Heinrichskirche Mauthausen
Kirchengebäude in Oberösterreich
Die Heinrichskirche in Mauthausen ist eine ehemalige Kapelle, die sich östlich des Heindlkais in der Marktgemeinde Mauthausen befindet. Sie gehört zur Pfarre Mauthausen und wurde ursprünglich um das Jahr 1000 errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde sie erweitert, und sie diente im 16. Jahrhundert als protestantisches Bethaus. Im 17. und 18. Jahrhundert war sie eine katholische Wallfahrtskirche. Im Zuge der josephinischen Reformen wurde sie 1786 geschlossen, 1787 aber wieder geöffnet. Die Kirche war bis 1599 die protestantische Gemeindekirche der Mauthausener. 1494 gründete Ladislaus Prager ein kleines Karmelitenkloster, das 1507 wieder verlassen wurde. 1694 wurde eine Marienstatue entdeckt, die später zur Wallfahrtskirche Maria Trost wurde. Kaiser Karl VI. besuchte die Kirche 1732, und sie zählte aufgrund der Wallfahrten zu den reichsten Kirchen im Machland. Im 19. Jahrhundert wurde sie wegen Baufälligkeit saniert, wobei das Langhaus abgerissen wurde. Das heute bestehende Kirchengebäude besteht aus einem gotischen Chorraum, der als Kapelle mit 5/8 Schluss dient. Ein neugotischer Giebelreiter wurde 1898 hinzugefügt. Die Kirche besitzt ein Kreuzrippengewölbe und einen ehemaligen Triumphbogen an der Westwand. Zwei neugotische Kirchenfenster aus dem Jahr 1898 zeigen historische Ereignisse, darunter die Überreichung der Erbauungsurkunde durch Kaiser Heinrich II. und die Vermählung der heiligen Elisabeth mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen.
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- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Mauthausen
- Adresse
- Heinrichskirchenweg
- Baustil
- Gotische Architektur
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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