Langweiler 8
archäologische Stätte in Aldenhoven, Nordrhein-Westfalen
Der Fundort Langweiler 8 liegt in der Gemeinde Aldenhoven im niederrheinischen Braunkohletagebau Zukunft-West. Er ist ein bandkeramischer Siedlungsplatz, der in der älteren Bandkeramik (Flomborn) besiedelt wurde. Die Siedlung befindet sich an einem sanft geneigten Hang am westlichen Rande des Merzbachs, auf einer Parabraunerde über Terrassenschottern der Weichseleiszeit. Die Ortschaft Langweiler gehörte zum Pfarrbezirk Laurenzberg. Die Grabungen auf der Aldenhovener Platte begannen 1965 und wurden bis in die 1980er Jahre fortgeführt. Dabei wurden auf 10 ha Fläche 98 LBK-Häuser, ein Erdwerk und 1619 bandkeramische Gruben ausgegraben, von denen 623 Funde erhielten. Ulrich Boelicke entwickelte auf Grund der Befundverteilung und Fundzusammensetzungen um Haus 17 das sogenannte Hofplatzmodell. Es werden Gruben, die in einem Radius von 25 m um einen Hausgrundriss liegen, diesem zugeordnet. 203 Längsgruben identifizierte Boelicke, die auf beiden Seiten bandkeramischer Häuser verlaufen, sowie weitere „freie Gruben“, die durchschnittlich am meisten Scherben enthalten. Die Siedlung Langweiler 8 ist die älteste auf der Aldenhovener Platte und wird aufgrund des Feuersteinrohmaterials als Versorgungsort für andere Siedlungen im Merzbachtal interpretiert. Das Erdwerk steht am Ende der Siedlungsentwicklung und enthält keine Pfostenlöcher von Häusern, sondern nur Gruben. Die Interpretation als zentraler Ort basiert allein auf den Silexrohmaterialien. Die Grabungen wurden durch das Landesamt für Denkmalpflege und den Tagebaubetreiber unterstützt.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Aldenhoven
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