LátnivalóBezirk Lübeck

Lübecker Stadtbefestigung

städtische Befestigungsanlage in Norddeutschland

Die Lübecker Stadtbefestigung war eine der umfassendsten Befestigungsanlagen Norddeutschlands und Nordeuropas. Sie umschloss die Altstadtinsel und wurde ab dem 12. Jahrhundert auf dem Hügel Bucu errichtet. Die erste Erwähnung erfolgte 1181, während der Belagerung durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Der entscheidende Ausbau fand 1217 unter dem dänischen König Waldemar II. statt. Die Stadtmauer war mit Toren versehen, um den Warentransport zu ermöglichen, und Reste davon sind heute noch in der Altstadt sichtbar. Die Befestigung wurde durch eine Landwehr ergänzt, die heute als Lübecker Landgraben erhalten ist. Wehrtürme befanden sich bis über 25 km außerhalb der Stadt. Die „Schwedenschanzen“ im Lauerholz sind gut erhalten. Im 17. Jahrhundert wurde die Befestigung durch Johan van Valckenburgh erweitert, mit Bastionen und Wällen. Die Arbeiten dauerten bis 1643 und wurden von Heinrich von Brüssel fertiggestellt. Die Wallanlagen sind heute zwischen dem Holstentor und der Puppenbrücke sowie dem ehemaligen Mühlentor noch fast vollständig erhalten. Die Bastionen sind gut erkennbar. Der Kaisertor wurde im Zuge des Elbe-Lübeck-Kanals freigelegt. Auf der Trasse der Eisenbahn verlaufen heute die Willy-Brandt-Allee und die Possehlstraße. Die Befestigungsanlagen wurden nach 1813 aus Kostengründen nur zögerlich abgetragen.

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Art
Stadtmauer
Ort
Lübeck

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