Burg Wiesau
archäologische Stätte in Deutschland
Die Burg Wiesau war ein verfallenes Burgschloss in der Gemeinde Wiesau im Landkreis Tirschenreuth in Bayern. Sie wurde als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6039-0070 im Bayernatlas als „verebneter mittelalterlicher Burgstall“ geführt. Die Anlage lag im Osten des Ortes und war bis ins 16. und 17. Jahrhundert nachweisbar. Sie war vermutlich ein Lehen der Leuchtenberger und später im Besitz des Klosters Waldsassen. Die Burg Wiesau war bis ins 16. Jahrhundert als Gerichtssitz genutzt worden. Im Jahr 1546 wurde sie im Waldsassener Standbuch als „Blochwerk“ erwähnt. Das Gebäude hatte ein steinernes Untergeschoss und zwei hölzerne Stockwerke, war umgeben von einem Weiher und hatte einen Ringgraben. Im 17. Jahrhundert war der Ringgraben nicht mehr vorhanden. Die Höfler besaßen den Höfer-Hof bis 1635. Heute ist der südliche und westliche Teil der einstigen Anlage als Wall erhalten, der einst als Weiherdamm diente. Auf dem Ortsblatt von 1840 war der Burgstall noch erkennbar, doch im 20. Jahrhundert wurde die Stelle von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden überbaut. Die Anlage ist als Bodendenkmal geschützt und bietet Einblick in die mittelalterliche Geschichte der Region.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Bayern
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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