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Reichspräsidentenpalais
Palast in Deutschland
Das Reichspräsidentenpalais stand im Bezirk Mitte, Wilhelmstraße 73, und diente von 1919 bis 1934 als Amtssitz des deutschen Reichspräsidenten. Es war ein repräsentatives Gebäude mit Büro, Privatwohnungen und Empfangsräumen. Das Palais wurde 1735–1737 errichtet und mehrfach veräußert, bis es 1858 von König Friedrich Wilhelm IV. erworben und zum königlichen Hausministerium genutzt wurde. 1919 übernahm das Deutsche Reich das Gebäude von Kaiser Wilhelm II. Die Residenz bot dem Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg sowie deren Familien und Mitarbeitern Wohnraum. Im Zentralteil befanden sich repräsentative Räume für Empfänge, während die Privatwohnungen im linken und rechten Flügel lagen. Der Ehrenhof diente als Treffpunkt für ausländische Gäste und war mit einem Springbrunnen und einer Freitreppe versehen. Der Park umfasste Spazierwege, Rasenflächen und Gemüsebeete, bis an die Friedrich-Ebert-Straße. Im Palais lebten nicht nur die Reichspräsidenten, sondern auch deren Familien, der Chef des Büros Otto Meissner und Mitarbeiter wie der Hausinspekteur und der Chauffeur. Der Stab des Präsidenten umfasste Beamte, Schreibkräfte und Amtsdiener. Die Räume dienten sowohl für die Arbeit als auch für private Zwecke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Palais zerstört und schließlich abgerissen, wobei einige Elemente wie das Balkongitter und Sandsteinlöwen erhalten blieben.
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- Art
- Palast, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk, Amtssitz
- Ort
- Bezirk Mitte
- Erbaut
- 1737
- Baustil
- Louis-quinze
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