Mittelitalien

Civita di Bagnoregio

Civita di Bagnoregio liegt auf einem Tuffplateau 443 Meter hoch über der Valle dei Calanchi und gehört als Ortsteil zur Gemeinde Bagnoregio in der Provinz Viterbo. Ringsum fallen die Wände nahezu senkrecht in eine zerfurchte Badlands-Landschaft ab, in der Regen und Wind die weichen Ton- und Tuffschichten unablässig abtragen. Weil das Plateau dadurch schrumpft, heißt der Ort „la città che muore“, die sterbende Stadt. Gegründet wurde die Siedlung im 6. Jahrhundert vor Christus von Etruskern, an einer Handelsroute zwischen dem Tiber und dem Bolsenasee; 265 vor Christus kamen die Römer. Schon Etrusker und Römer legten Entwässerungssysteme an, um die Erosion in dieser erdbebengefährdeten Zone zu bremsen. 2025 hatte Civita elf Einwohner. Erreichbar ist der Ort ausschließlich über eine Fußgängerbrücke aus Stahlbeton, die 1965 gebaut wurde — Fahrzeuge kommen nicht hinauf, der Anstieg ist steil und dauert einige Minuten. Oben führt der Weg durch die Porta Santa Maria mit ihren zwei steinernen Löwen in ein Gassennetz mit der Kirche San Donato, dem Palazzo Alemanni mit einem geologischen Museum und den Resten des Geburtshauses des heiligen Bonaventura. Civita zählt zu den „Borghi più belli d'Italia“ und diente vielfach als Filmkulisse.

A nyitvatartás és a belépődíj szezononként változik, ezért nem szerepel ebben a szövegben.

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