Kastell Ober-Florstadt
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kastell Ober-Florstadt war ein römisches Kastell am Obergermanisch-Rätischen Limes, heute im hessischen Wetteraukreis. Es lag auf einer Anhöhe südlich der Nidda, etwa 750 Meter südöstlich des Zusammenflusses von Horloff und Nidda. Die Anlage wurde im 19. Jahrhundert durch Friedrich Kofler entdeckt und ausgegraben. Die Mauer war aus Gussmauerwerk gebaut und hatte eine Breite von 1,75 Metern. Die Innenbebauung umfasste ein principia, ein praetorium und möglicherweise ein horreum. Ein Badegebäude wurde ebenfalls gefunden, dessen Grundriss jedoch ungewöhnlich ist. Das Kastell wurde wahrscheinlich um 100 n. Chr. errichtet und von der cohors XXXII voluntariorum civium Romanorum besetzt. Ein bedeutender Fund war ein Münzschatz mit 1136 Denaren, der 1984 entdeckt wurde. Die Zivilsiedlung (Vicus) lag nordwestlich des Kastells und war von einem Verteidigungsgraben umgeben. Ein Mithräum wurde 1888 gefunden, was auf römische Kultpraktiken hinweist. Die Anlage ist Teil des UNESCO-Welterbes und als Bodendenkmal geschützt. Vor Ort können die Reste der Zivilsiedlung und des Kastells im Gelände erkennbar sein. Luftbilder zeigen die Fundamente der Mannschaftsbaracken sowie den Verteidigungsgraben. Der Mithräum und das Badegebäude sind besonders auffällige Strukturen. Die Anlage ist Teil des Obergermanisch-Rätischen Limes und wird durch den Denkmalschutz geschützt. Die genaue Lage und die archäologischen Befunde ermöglichen Einblicke in die römische Besiedlung der Region.
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- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Ober-Florstadt
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
A közelben
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- Florstadt1.3 km
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