Lohsa

Buchwalde

Buchwalde lag in der Oberlausitz, etwa 4,5 km östlich von Wittichenau und 2 km nördlich von Groß Särchen. Der Ort war Teil des heutigen Landkreises Bautzen und gehörte in der Feudalzeit zur Standesherrschaft Hoyerswerda. Kirchlich war er nach Groß Särchen eingepfarrt. Die Auswirkungen des Braunkohletagebaus führten zu einem Absinken des Grundwasserspiegels und zur Ertragsminderung der Felder. Die Eintracht AG kaufte Grundstücke auf, was zu einer Veräußerung von Besitz und einer Verlagerung der Bevölkerung führte. Der Ort wurde erstmals 1401 als Buchwalt urkundlich erwähnt. Die sorbische Namensform Bukojna leitet sich vom altsorbischen bukowina ab, was „(Siedlung im oder am) Buchenwald“ bedeutet. Ab 1918 zogen zunehmend Arbeiter ein, und die Gemeinde entwickelte sich zu einer Industriegemeinde mit 90 bis 100 Haushalten. Die Infrastruktur wurde verbessert, und das Dorf hatte eine eigene Schule, eine Feuerwehr und eine Wasserleitung. Die Dorfstraße war von Gräben und Obstbäumen gesäumt, und die Häuser standen mit dem Giebel zur Straße. Buchwalde war ein typisches sorbisches Dorf mit geschlossenen Gehöften und Initialen der Erbauer an den Giebeln. Das Gasthaus Rich bot einen Tanzsaal, der später nach Koblenz verlegt wurde. Im Jahr 1928 wurden die letzten Grundstücke an die Eintracht AG verkauft, und 1929 begann der Tagebau Werminghoff I, den Ort zu überbaggern. Die letzten Einwohner verließen 1931 den Ort, und die Gemeinde wurde aufgelöst. Heute befindet sich der Ort auf dem Knappensee, wo ein Gedenkstein und eine Informationstafel die Geschichte erinnern.

A nyitvatartás és a belépődíj szezononként változik, ezért nem szerepel ebben a szövegben.

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