Johanniter-Doppelkommende Hasselt
ehemalige Komturei in Ostfriesland, Deutschland
Die Kommende Hasselt war ein Ordenshaus der Johanniter im Moormerland südöstlich von Hesel. Sie wurde erstmals 1319 urkundlich erwähnt und war bis zur Reformation im Besitz des Ordens. Der Name Hasselt wird aus altfriesischen Begriffen abgeleitet und deutet auf eine Waldanhöhe oder eine Flur mit Haselgebüschen hin. Die Kommende war eine Doppelkommende, was durch die Erwähnung einer Ordensschwester im Jahr 1540 belegt ist. Die Kommende war bis 1528 im Besitz der Johanniter, bis Graf Enno II. alle Niederlassungen einforderte. Die letzte Ordensfrau verließ 1545 das Haus, und 1558 ließ Enno II. die Gebäude abbrechen. Die Kommende blieb bis 1574 im Besitz der Familie, bis ein Vergleich zur Rückgabe der Güter geschlossen wurde. Die Besitztümer blieben an zwei Heuerleute verpachtet, was zu langfristigen Streitigkeiten führte. Von der Kommende sind keine Mauerreste erhalten. Die Kommende umfasste neben dem Hauptort auch Vorwerke in Nortmoor, Stikelkamp und Boekzetel. Sie lag an wichtigen Sommer- und Heerwegen und war im Besitz des Klosters Werden, bevor sie vom Bischof von Münster erworben wurde. Die Kommende war Teil der Johanniter-Doppelkommende und hatte eine bedeutende Rolle in der Region.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Hesel
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