Mittelitalien

Parco archeologico di Ostia antica

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Ostia Antica ist das Ausgrabungsgelände der antiken Hafenstadt Roms, möglicherweise dessen erster Kolonie. Der Name leitet sich vom lateinischen ostium ab, Eingang oder Mündung; der Zusatz Antica unterscheidet die Ruinenstadt vom neugegründeten Stadtteil Ostia. Das Gelände liegt rund 23 Kilometer südwestlich des römischen Zentrums und fünf Kilometer flussaufwärts der heutigen Mündung, zwischen der Via del Mare und dem Tiber, erreichbar über den Bahnhof Ostia Antica an der Strecke Roma–Lido. Der Überlieferung nach gründete der vierte König Roms, Ancus Marcius, die Stadt im 7. Jahrhundert v. Chr. Die archäologischen Befunde reichen jedoch nicht weiter zurück als ins 4. Jahrhundert v. Chr.; die ältesten erhaltenen Bauten, darunter das Castrum und das Kapitol, stammen aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Man geht deshalb meist von einer Gründung im 4. Jahrhundert aus, nach dem Sieg über das benachbarte Veji – zunächst als Militärlager, das Rom schützte und den Seehandel überwachte. Daraus wuchs rasch ein Stützpunkt der Flotte: 217 v. Chr. lief von hier der Nachschub für den Krieg gegen Hannibal in Spanien aus. Unter Augustus setzte rege Bautätigkeit ein, mit einem ersten Theater und einem angrenzenden Geschäftsplatz; unter Tiberius entstand das Forum. Weil das Meer vor Ostia bereits um die Zeitenwende verlandete, liess Claudius einen grossen künstlichen Seehafen graben, der 54 n. Chr. unter Nero eingeweiht und unter Trajan um ein weiteres Becken erweitert wurde. Vier Jahrhunderte blühte die Stadt, ehe sie im Malariasumpf versank.

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