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Kernkraftwerk Stendal
nicht in Betrieb gegangenes Kernkraftwerk in Deutschland
Das Kernkraftwerk Stendal wurde in der DDR in der Nähe von Arneburg, 15 Kilometer nordöstlich von Stendal, am Elbufer gebaut. Es war ursprünglich als größtes Kernkraftwerk der DDR geplant und sollte mit einer Leistung von 4000 Megawatt entstehen. Der Standort wurde 1972 ausgewählt, da er eine direkte Kühlwasserentnahme aus der Elbe ermöglichte und nahe der Stadt Stendal lag. Die Anlage war für den Bau des Blocks A und B vorgesehen, die jedoch nie in Betrieb genommen wurden. Die Planung des KKW Stendal umfasste vier Reaktoren vom Typ WWER-1000/320 mit einer Gesamtleistung von 4000 Megawatt. Die Anlage sollte über acht Kühltürme mit einer Leistung von 170.000 m³/h verfügen, um die Elbe vor Überhitzung zu schützen. Die Turbinen und Generatoren standen im Jahr 1981 noch in Entwicklung, was die Inbetriebnahme verzögerte. Die Elektrizität sollte über das Umspannwerk Schwarzholz ins Netz eingespeist werden. Die Baustelle wurde 1981 begonnen, doch aufgrund von Verzögerungen bei der Projektierung und der Tschernobyl-Krise wurde die Fertigstellung immer weiter hinausgeschoben. Bis 1990 waren die Blöcke A und B zu 75 % bzw. 50 % fertiggestellt. Die Bauarbeiten wurden schließlich eingestellt, und die Anlage blieb nicht in Betrieb. Die Kosten stiegen auf über 20 Milliarden Mark, wobei die Hauptausrüstung noch nicht geliefert wurde. Die Anlage liegt heute größtenteils abgerissen und ist nicht mehr in Betrieb.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant
- Art
- unvollendetes Bauwerk
- Ort
- Arneburg
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