Dänemark und Island

Stevns Klint

Stevns Klint ist eine Steilküste im Südosten der dänischen Ostseeinsel Seeland. Das Kliff zieht sich über rund fünfzehn Kilometer, erhebt sich bis zu 41 Meter über den Meeresspiegel und markiert auf dänischer Seite die südliche Begrenzung des Öresunds. 2014 nahm die UNESCO die Küste in die Liste des Weltnaturerbes auf. Der Grund dafür liegt im Gestein. Es handelt sich um eine Kreideküste mit Formationen aus der Oberen Schreibkreide und aus dem Danium, der untersten Stufe des Tertiärs. In der Nähe von Højerup tritt die Kreide-Paläogen-Grenze als schmales dunkles Band in den hellen Ablagerungen hervor – jene Schicht, die das Aussterben der Dinosaurier markiert. Sie enthält einen hohen Anteil ausserirdischen Iridiums; in Dänemark heisst sie wegen ihres Fossilgehalts auch Fischlehm oder Fischton. Neben der Alten Kirche von Højerup führt ein Zugang zum Strand unterhalb des Kliffs. Das Innere der Kirche ist mit heute stark verblassten Kalkmalereien zu Szenen aus dem Alten und Neuen Testament geschmückt. Zur Bauzeit lag sie noch etwa fünfzig Meter von der Abbruchkante entfernt; die Erosion rückte die Kante immer näher, bis 1928 der Chorraum abstürzte. Seither soll eine Küstensicherung den weiteren Abtrag verhindern. Die neue Kirche von 1912/13 steht rund dreihundert Meter landeinwärts. Im ehemaligen Kalksteinbruch Boesdal entstand das Besucherzentrum Stevns Klint Experience, das Geologie und Pflanzenwelt vermittelt, Fossilienfunde zeigt und den Wanderpfad Trampesti anbindet. In der Nähe liegt zudem die Küstenfestung Stevnsfort aus den 1950er Jahren.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.

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