📷 Image: Wikimedia Commons
Fláje
Ortsteil der Gemeinde Český Jiřetín im Ústecký kraj in Tschechien
Fláje war ein Dorf im Erzgebirge, das heute nur noch als sechs Häuser bestehen bleibt und zum Ortsteil der Gemeinde Český Jiřetín im Okres Most gehört. Es lag am Oberlauf des Flusses Flöha und wurde durch die Errichtung der Talsperre Fláje 1958 bis 1960 überflutet. Das Dorf war Teil der Fideikommissherrschaft Dux und blieb bis 1945 im Landkreis Dux. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutschböhmische Bevölkerung vertrieben, und das Dorf verlor seine Bedeutung. Der Ort war bis ins 19. Jahrhundert ein bedeutender Handels- und Wohnort mit 88 Häusern und 491 Einwohnern. Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von der Holzverarbeitung und der Nutzung der Flößgrabenroute, die bis 1629 gebaut wurde. Die katholische Pfarrkirche Johannes des Täufers, aus dem 17. Jahrhundert, wurde 1969 nach Český Jiřetín verlegt und 1995 restauriert. Die Holzkirche steht heute am östlichen Ufer des Stausees. Im Uferbereich der Talsperre Fláje sind noch Reste der alten Häuser und der Kirche sichtbar. Der Wanderweg entlang des ehemaligen Flößgrabens führt nach Sachsen. Westlich des Ortes liegt das Jagdschloss Lichtenwald, das jedoch nicht öffentlich zugänglich ist. Die Region ist als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen und bietet daher keine direkten Besichtigungsmöglichkeiten.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.
- Art
- Katastralgemeinde in Tschechien, Wüstung, Gemeindeteil in Tschechien
- Ort
- Český Jiřetín
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