Nordfrankreich

Cathédrale Notre-Dame de Reims

Die Kathedrale Notre-Dame von Reims steht im Zentrum der Stadt im Département Marne, mitten in der Champagne. Sie misst 149 Meter in der Länge, das Gewölbe des Schiffs liegt bei 38 Metern, die beiden Fassadentürme erreichen 81,50 Meter, der Glockenturm 87 Meter. Rund 2.300 Steinfiguren bedecken den Bau. Nach einem Brand der Vorgängerkirche im Jahr 1210 wurde am 6. Mai 1211 mit dem Neubau begonnen. Als Baumeister sind Jean d'Orbais, Jean-le-Loup, Gaucher de Reims und Bernard de Soissons überliefert; der Rohbau war 1345 abgeschlossen. Reims war die Krönungskirche der französischen Könige: 31 Herrscher wurden hier gekrönt, von Heinrich I. im Jahr 1027 bis zu Karl X. im Jahr 1825. Die Tradition geht auf die Taufe Chlodwigs durch Bischof Remigius um 500 zurück; 1429 führte Jeanne d'Arc Karl VII. zur Krönung hierher. 1914 traf deutsches Artilleriefeuer die Kathedrale schwer – 288 Granaten schlugen ein, der Dachstuhl brannte, große Teile der Stadt lagen in Trümmern. Der Wiederaufbau unter dem Architekten Henri Deneux begann 1919 und wurde wesentlich von der Familie Rockefeller finanziert; anstelle des hölzernen Dachstuhls entstand eine Konstruktion aus Stahlbeton. Zu den bekanntesten Skulpturen zählt der Ange au Sourire, der lächelnde Engel am Nordportal. In der Achskapelle stehen Fenster von Marc Chagall. Seit 1991 gehört die Kathedrale zum UNESCO-Welterbe.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.

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