Südspanien

Jameos del Agua

Die Jameos del Agua liegen im Norden Lanzarotes in der Gemeinde Haría. Als „jameo" bezeichnet man auf den Kanaren ein Loch, das entsteht, wenn die Decke eines Lavatunnels einbricht. Hier reihen sich mehrere solcher Einbrüche in einem rund sechs Kilometer langen Tunnel, den der Vulkan La Corona bei seinem Ausbruch schuf; mindestens 1,5 Kilometer davon verlaufen unter dem Meeresspiegel. Das Gelände umfasst 30,9 Hektar. César Manrique gestaltete den Ort ab den frühen 1960er-Jahren zu einem Natur- und Kulturzentrum um. 1966 wurde er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; abgeschlossen war das Vorhaben 1977 mit der Einweihung des Auditoriums, das in einem Teil der Höhle liegt. Im Inneren steht ein See in Verbindung mit dem Meer, in dem eine endemische, blinde Krebsart lebt: Munidopsis polymorpha, etwa einen Zentimeter lang und ohne Pigment. Die Tiere reagieren empfindlich auf Veränderungen des Wassers und auf Oxidation, weshalb es untersagt ist, Münzen hineinzuwerfen. Seit dem 19. Dezember 1994 sind die Jameos als Stätte von wissenschaftlichem Interesse und als ökologisch empfindliches Gebiet innerhalb des Naturdenkmals La Corona eingestuft.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.

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