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Crusauer Kupfer- und Messingfabrik
Fabrikanlage in Schleswig-Holstein
Die Crusauer Kupfer- und Messingfabrik liegt in Kupfermühle, einem Ort in der Gemeinde Harrislee bei Flensburg. Die Anlage wurde im 17. Jahrhundert als Hammerwerk errichtet und blieb bis ins 19. Jahrhundert in ihrer Grundstruktur erhalten. Sie war bis 1864 Teil des dänischen Königreichs und spielte eine zentrale Rolle im Schiffbau durch Kupferbleche zur Schutz vor dem Schiffsbohrwurm. Die Fabrik wurde 1889 zur Crusauer Kupfer- und Messingfabrik AG umgewandelt und blieb bis 1962 in Betrieb. Die Kupfermühle war bis 1850 eine der größten Industrieanlagen des Herzogtums Schleswig und zählte 187 Einwohner, davon 44 im Werk beschäftigt. Im 19. Jahrhundert wurde die Produktion durch moderne Technologien wie Dampfkraft und Warmwalzverfahren gesteigert. Die Fabrik lieferte Material für über 200 Schiffe und wurde 1885 von Friedrich Raben übernommen. Im Ersten Weltkrieg wurde sie zur Rüstungsindustrie umfunktioniert und beschäftigte bis zu 350 Arbeiter. Heute ist die Anlage als Industriemuseum erhalten. In drei renovierten historischen Hallen werden Maschinen, Werkzeuge und Räume der ehemaligen Fabrik präsentiert. Die Besucher können sich die Produktionsabläufe und den Alltag in der Industrie des 19. Jahrhunderts vorstellen. Die Museumsanlage umfasst auch das Turbinenhaus mit einer Wasserturbinenanlage von Voith. Die Räume und Wege der ehemaligen Fabrik sind für die Erlebnisgestaltung genutzt.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant
- Art
- Museum, Fabrik, Non-Profit-Organisation
- Ort
- Harrislee
- Erbaut
- 2014
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