Ballenberg – Freilichtmuseum der Schweiz
Das Freilichtmuseum Ballenberg liegt in der Gemeinde Hofstetten bei Brienz zwischen Brienz und Meiringen über dem Aaretal im Berner Oberland, auf dem gleichnamigen Ballenberg in Höhen zwischen 640 und 700 Metern. Das Gelände misst 66 Hektar und ist von hohen Bergen umgeben, die auch im Sommer oft Schnee tragen. Nicht weit entfernt liegen der Brienzersee, das Brienzer Rothorn und die Reichenbachfälle. Wald und Felder wechseln sich mit Kalkfelsblöcken ab; südöstlich des Westeingangs liegt der Karstsee Wyssesee, der nur zeitweise auftritt, weil sein Wasser im Sommer durch unterirdische Klüfte versickern kann. Der Gedanke eines nationalen Freilichtmuseums beschäftigte die Schweiz lange. Weder die Pläne für ein mittelalterliches Städtchen beim Bernischen Historischen Museum noch die Überlegung, das Landesmuseum in Zürich um ländliche Bauten zu ergänzen, führten weiter. Erst 1963 setzte der Bundesrat eine Expertenkommission ein, und unter mehreren Standorten überzeugte der Ballenberg am meisten. 1978 öffnete das Museum mit 16 Objekten; zwei Jahre später waren es 25, 1985 bereits 61. Grundlage der wissenschaftlichen Auswahl sind die Arbeiten der Aktion Bauernhausforschung in der Schweiz, deren Archiv das Museum 2019 übernahm. Heute stehen 110 originale historische Gebäude aus allen Landesteilen auf dem Gelände, dazu einheimische Bauernhoftiere, ursprüngliche Gärten und Felder. In Vorführungen wird traditionelles Handwerk gezeigt; angegliedert ist ein Kurszentrum, und das Landschaftstheater führt jeden Sommer ein Stück in historischer Kulisse auf. Der Eingang West liegt nahe Hofstetten, der Eingang Ost mit der angrenzenden Chocolaterie nahe Brienzwiler.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.
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