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Zwei-Kaiser-Denkmal

Ehemalige Gedenkanlage für die deutschen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. an den Klausbergen in Halle (Saale)

Das Zwei-Kaiser-Denkmal war eine Gedenkanlage an den Klausbergen bei Halle (Saale), genauer gesagt an der südlichen Flanke des Giebichensteins. Es stand zwischen der Jahnhöhle und Trotha und war Teil einer Gedenklandschaft, die im späten 19. Jahrhundert entstand. Die Anlage wurde 1890 errichtet und zeichnete sich durch ein Porträtmedaillon der deutschen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. aus, das von einer monumentalen Frauenstatue umgeben war. Die Figur symbolisierte den Kampf um Einheit und wurde als Walküre oder Erzengel Michael interpretiert. Das Denkmal stand im Übergang zwischen Gedenkstätten für die Kriege zur deutschen Einheit und späteren Herrscherdenkmalen wie dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal (1901) und dem Bismarckdenkmal (1907). Es war Teil einer Reihe von Anlagen, die die nationale Erinnerungskultur des Kaiserreichs spiegelten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden solche Denkmäler nicht mehr gepflegt und verfielen. 1922 wurde das Denkmal schwer beschädigt und schließlich im 1920er-Jahr abgebaut. Die Anlage umfasste ein Medaillon mit den Profilen der beiden Kaiser, eine Frauenstatue mit Schwert und Drachenmotiv sowie eine Inschrift. Die allegorische Darstellung stand für den Kampf um Einheit und wurde von Bildhauern wie Joseph Kaffsack und Franz Schwarz gestaltet. Die Anlage war Teil einer Gedenklandschaft, die bis 1946 bestand, ehe sie zerstört wurde.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant

Art
Relief, Statue, Monument, ehemaliges Kunstwerk, verschollene Skulptur
Ort
Halle (Saale)

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