Centre Historique Minier de Lewarde
Das Centre historique minier steht in Lewarde bei Douai im Département Nord, auf dem Gelände der ehemaligen Fosse Delloye. Diese Zeche der Compagnie des mines d'Aniche förderte von 1927 bis 1971 Kohle; 1984 wurde auf dem erhaltenen Betriebsgelände ein Bergbaumuseum eingerichtet. Es liegt mitten im Bassin minier du Nord-Pas-de-Calais, dem einst größten Kohlerevier Frankreichs. Das Gelände umfasst acht Hektar mit 7.000 Quadratmetern Gebäudefläche und zwei Schächten. Erhalten sind die Lampenstube, die Waschkaue, die Fördermaschinen, die Schachtgerüste und die Verwaltungsbauten. Die Sammlung zählt rund 15.000 Objekte, 2.700 laufende Meter Archivgut, 550.000 Fotografien sowie Filme und Tonaufnahmen zur Geschichte des Reviers. Seit 2009 steht die Anlage unter Denkmalschutz; 2012 nahm die UNESCO das Bassin minier in die Welterbeliste auf. Herzstück des Besuchs ist ein nachgebautes Streckennetz unter Tage, durch das Führungen gehen – geleitet von ehemaligen Bergleuten oder von Führern, die deren Berichte weitergeben. Gezeigt werden die Abbaumethoden vom Handbetrieb des 19. Jahrhunderts bis zur mechanisierten Gewinnung. Dazu kommen Ausstellungen zum Alltag der Bergarbeiterfamilien und zu den Folgen der Arbeit unter Tage. 2024 kamen gut 171.000 Besucher. Der Rundgang unter Tage dauert etwa eine Stunde und ist auch im Sommer kühl.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.
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