Abbazia di Fossanova
Die Abtei Fossanova liegt südöstlich von Rom bei Priverno in der Provinz Latina. Ihr Name geht auf die „Fossa Nova“ zurück, den Entwässerungsgraben, mit dem die Mönche das feuchte Umland trockenlegten. Aus einem älteren Benediktinerkloster wurde die Anlage 1134 an burgundische Mönche der Zisterzienserreform übergeben. Die Kirche entstand zwischen 1163 und 1208 und wurde im Jahr ihrer Vollendung geweiht. Sie gilt als das älteste erhaltene Zeugnis zisterziensischer Baukunst in Italien und zeigt den Übergang von der Romanik zur frühen Gotik: strenge Wandflächen, sparsamer Bauschmuck und statt eines Glockenturms ein achteckiger Vierungsturm mit Laterne. 1874 wurde der Komplex zum Nationaldenkmal erklärt. Thomas von Aquin verbrachte hier seine letzten Tage und starb 1274 in der Abtei. Zu sehen sind die kreuzförmige Basilika, der Kreuzgang, der Kapitelsaal, das Refektorium, die Krankenstation und die Schlafsäle der Mönche — zusammen ein ungewöhnlich vollständiges Bild des klösterlichen Alltags. Im Gebäude der Infirmerie steht heute eine Kapelle an der Stelle jener Zelle, in der Thomas von Aquin starb; sein Grabmal blieb in der Kirche, der Leichnam kam im 14. Jahrhundert nach Toulouse. Seit 2017 betreut das Institut des Fleischgewordenen Wortes die Abtei, in der wieder eine Ordensgemeinschaft lebt.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.
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