📷 Image: Wikimedia Commons
Zadní Jetřichovice
Wüstung in Tschechien
Zadní Jetřichovice war ein Ortsteil von Jetřichovice in Tschechien, der sich am Rande des Kirnitzschtals befand. Der Ort lag direkt an der Grenze zum Freistaat Sachsen und war durch die Böhmerstraße, einen alten Handelsweg, geprägt. Diese Straße war seit Jahrhunderten Grenze zwischen den Herrschaften der Fürsten Kinsky und Clary-Aldringen. Der Ort war bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Wegpunkt für Handel und Militär, wobei 1798 12.000 preußische Soldaten durch das Tal zogen. Der Ort war bis 1946 bewohnt, als die sudetendeutschen Einwohner das Land verließen. Die Häuser verfielen und wurden schrittweise abgerissen. Bis 1956 gab es noch einige Gebäude, doch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb nur eine Wüstung zurück. Die historische Steinbrücke über die Kirnitzsch wurde 1993 wieder als Grenzbrücke für Touristen geöffnet, und 2003 wurde eine schmälere Brücke für Fußgänger und Radfahrer gebaut. Heute sind nur noch Ruinen der ehemaligen Gebäude und einige Kastanienbäume vorhanden. Ein Gedenkkreuz an Hieronymus von Clary-Aldringen, der 1941 in der Ukraine fiel, ist an einem anderen Ort aufgestellt. Die ehemalige Rasthütte nördlich der „Kirnitzschänke“ bietet Informationen zur Geschichte des Ortes. Die ehemaligen Hauptgebäude, wie das Forsthaus der Grafen Kinsky und das Gasthaus „Kirnitzschänke“, sind in der Literatur beschrieben.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.
- Art
- Wüstung, verlassener Weiler
- Ort
- Jetřichovice
- Seehöhe
- 310 m
- Website
- http://hinterdittersbach.de
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