Festung Marienberg
Die Festung Marienberg liegt auf dem bewaldeten Höhenrücken über dem linken Mainufer und ist das weithin sichtbare Wahrzeichen Würzburgs. Vom Alten Kranen und der Alten Mainbrücke führen Fußwege in etwa zwanzig Minuten hinauf; der Blick von den Terrassen über Altstadt, Main und die umliegenden Weinberge gehört zu den bekanntesten Stadtansichten Frankens. Der Ort ist alt: Die Marienkirche auf dem Berg wurde 706 gegründet, um 1200 entstand unter Bischof Konrad von Querfurt eine Burganlage mit Bergfried und einem 102 Meter tiefen Brunnen. Ab 1253 residierten hier die Würzburger Fürstbischöfe. 1525 hielt die Befestigung der Belagerung durch die aufständischen Bauern stand — rund 240 Verteidiger unter Sebastian von Rotenhan gegen ein Vielfaches an Angreifern. Nach einem Brand 1572 ließ Julius Echter von Mespelbrunn die Anlage zum Renaissanceschloss umgestalten. Am 18. Oktober 1631 eroberten die Schweden unter Gustav II. Adolf die Festung; ab 1650 folgte der Ausbau zur bastionierten Festung nach Vaubanschem System, an dem unter anderen Maximilian von Welsch und Balthasar Neumann beteiligt waren. 1945 zerstörte ein Bombenangriff große Teile, der Wiederaufbau begann 1950. Heute beherbergt die Anlage das Museum für Franken mit der weltweit größten Sammlung von Werken Tilman Riemenschneiders. Zum Gelände gehören der Fürstengarten und die weitläufigen Bastionen; für Rundgang und Museum sollte man mehrere Stunden einplanen.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.
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