Sachsen und Thüringen

Erlebniswelt Saalfelder Feengrotten

Die Saalfelder Feengrotten sind kein natürliches Höhlensystem, sondern ein ausgebeutetes Bergwerk, das die Natur zurückerobert hat. Von etwa 1530 an, systematisch ab 1544, wurde hier im Alaunschieferbergwerk „Jeremias Glück“ Alaun, Vitriol und Eisensulfat gewonnen, mit Unterbrechungen bis 1850; von 1867 bis 1909 folgte die Ockergewinnung. Erst danach zeigte sich, was sich in den verlassenen Strecken gebildet hatte. Den Ausschlag gab der Kauf durch Otto Wohlfahrt: Am 22. Dezember 1913 wurde die dritte Sohle mit dem „Märchendom“ entdeckt, am 31. Mai 1914 öffnete das Schaubergwerk. Die Tropfsteine bestehen aus Diadochit, einem Eisenhydroxidphosphat, und wachsen rund tausendmal schneller als gewöhnlicher Kalksinter; über 45 Minerale wurden nachgewiesen, und ihre Farben brachten den Grotten 1993 einen Eintrag im Guinness-Buch als farbenreichste Schaugrotten der Welt. Seit 1914 kamen mehr als 20 Millionen Besucher, heute sind es etwa 160.000 im Jahr. Die Führung durch das Schaubergwerk erschließt drei Sohlen. Dazu gehören inzwischen das Mitmachmuseum Grottoneum von 2011 und das Feenweltchen, ein 2007 eröffneter Erlebniswald oberhalb der Grotten, der von Frühjahr bis Herbst geöffnet ist. Im Berg arbeitet außerdem ein Heilstollen. Das Gelände liegt am Feengrottenweg im Wald südlich von Saalfeld.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.

À proximité

🗺 Créer un circuit à partir de ces lieux → ← Tous les lieux à Sachsen und Thüringen

QR-Code

QR 640ff1d
640ff1d