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Wiener Internationale Gartenschau 74

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Die Wiener Internationale Gartenschau 1974 entstand auf einem ehemaligen Ziegeleigelände am Südosthang des Laaer Bergs im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten, das lange als Mistabladeplatz und Drehort für Monumentalfilme wie „Sodom und Gomorrha“ genutzt worden war. Das Gelände, das sich teilweise als Naturschutzgebiet präsentierte, wurde durch Zukauf von Gärtnereibetrieben und Weingärten erweitert und so für die Anlage eines Großparks vorbereitet. Der Frankfurter Gartenarchitekt Erich Hanke gewann 1969 den internationalen Wettbewerb, an dem 87 Bewerber aus 19 Ländern teilnahmen, doch die Umsetzung erfolgte in Arbeitsgemeinschaften verschiedener Landschaftsarchitekten.
Mit 2,6 Millionen Besuchern zählte die WIG 74 zu den erfolgreichsten Veranstaltungen dieser Art in Wien, auch wenn die Ziele knapp verfehlt wurden und die Kosten von 600 Millionen Schilling Kritik hervorriefen. Politiker wie Bürgermeister Leopold Gratz und Bundeskanzler Bruno Kreisky verteidigten das Projekt als notwendige Aufwertung der Stadtränder und verglichen die Anlage mit einem „Schönbrunn des 20. Jahrhunderts“. Dennoch zeigten sich bald Mängel: Eine geplante Einschienenbahn erwies sich als Fehlinvestition, und Teile der Parkgestaltung veralteten schnell.
Heute ist das Gelände als Kurpark Oberlaa bekannt und bietet eine dem hügeligen Gelände angepasste Wegführung mit breitem Zuspruch. Die Kombination aus Grünflächen und der nahegelegenen Therme Wien unterstreicht die Bedeutung des Areals für Erholung und Freizeit. Der Park verbindet historische Spuren wie den Filmteich mit moderner Parkarchitektur und dient als Teil des Wiener Wald- und Wiesengürtels.
Sources (1)
- WIG 74 (Wikipedia) (CC BY-SA 4.0, adapté)
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