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St. Nikolaus
Kirchengebäude in Stendal, Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt
Der „Dom“ St. Nikolaus in der Altstadt von Stendal ist eine spätgotische Backsteinkirche mit romanischen Anfängen und frühgotischen Westtürmen. Die Kirche wurde 1188 als Kollegiatstift gegründet und war bis zur Reformation das wichtigste geistliche Zentrum der Mark. Der heutige Bau entstand ab 1423 und wurde 1945 durch einen Luftangriff beschädigt. Der Wiederaufbau wurde 1946 begonnen und 2013 vollendet. Die Kirche ist vor allem für ihre 22 mittelalterlichen Glasmalereien bekannt, die zwischen 1425 und 1480 entstanden. Die Fenster sind heute noch weitgehend original erhalten. Der Altar besteht aus Resten dreier Altäre und zeigt Maria mit den drei heiligen Königen. Das Chorgestühl aus der Bauzeit um 1430 ist mit freiplastischen Figuren und Alten Testament-Szenen geschmückt. Die Orgel und die beiden Glocken aus dem 17. Jahrhundert runden die Ausstattung ab. Im Inneren der Kirche dominieren kräftige Rundpfeiler das Gewölbe. Die Vorhalle am Nordende diente als Zugang zum Langhaus. Der Kreuzgang mit dem Kapitelhaus schließt an die Kirche an. Der Ostflügel des Kreuzgangs beherbergt das zweischiffige Kapitelsaal mit Kreuzgewölben. Die Räume sind mit spitzbogigen Fenstern und Schmuckfriese aus Formsteinen versehen. Die Umgebung umfasst die Altstadt von Stendal und die umliegenden Dörfer.
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- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Stendal
- Baustil
- Backsteingotik
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt
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