Südfrankreich

Train de la Rhune

Die Zahnradbahn Chemin de Fer de la Rhune, meist Train de la Rhune genannt, fährt im französischen Baskenland vom Col de Saint-Ignace zwischen Ascain und Sare hinauf zur Rhune an der Grenze zu Spanien. Die 4,2 Kilometer lange Meterspurstrecke endet an einer Bergstation auf 905 Metern Höhe. Die Bahn gehört dem Département Pyrénées-Atlantiques. Die Idee kam 1908 auf, gebaut wurde ab 1912; der Erste Weltkrieg unterbrach die Arbeiten, 1919 gingen sie weiter. Der erste Abschnitt wurde am 25. April 1924 eröffnet, die Verbindung zum Gipfel am 30. Juni desselben Jahres. Von Beginn an fuhr die Bahn elektrisch mit Drehstrom; die Zahnstange der Bauart Strub bewältigt eine Steigung von 250 Millimetern je Meter. Bei durchschnittlich acht Stundenkilometern dauert die Fahrt rund 35 Minuten. 1978 lehnte die Bevölkerung von Sare in einer Abstimmung eine Straße zum Gipfel ab und sicherte damit den Fortbestand der Bahn. Unterwegs ist bis heute das Wagenmaterial von 1924: Die Kästen bestehen aus lackiertem Holz, die Verkleidung aus Kastanie aus der Ardèche, das Dach aus Pyrenäentanne; jeder Wagen hat sechs Abteile mit je zehn Sitzplätzen. Die Lokomotive ist stets talseits gekuppelt, schiebt die Wagen bergauf und hält sie bergab. Überschreitet der Zug neun Stundenkilometer, löst eine Überwachung die Notbremse aus. Gefahren wird im Sommer, im Winter nur zur Versorgung der Sendestation auf dem Gipfel.

Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte.

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