📷 Image: Wikimedia Commons
Explosion du dépôt de munitions de Mitholz
Explosion eines Munitionslagers in Mitholz im Dezember 1947
Die Explosionskatastrophe von Mitholz fand 1947 in einem Munitionslager der Schweizer Armee oberhalb des Dorfes Mitholz in der Gemeinde Kandergrund statt. Das Lager lag in einer engen Talsohle im Kandertal, umgeben von steilen Felsen. Es war Teil eines unterirdischen Komplexes mit mehreren Munitionskammern und Verladetunneln, der 1944 abgeschlossen und bis 1947 genutzt wurde. Zwischen dem 19. und 20. Dezember 1947 ereigneten sich mehrere Explosionen, die bis zu 150 m hohe Stichflammen auslösten. Neun Menschen starben, weitere wurden verletzt. Das Dorf Mitholz wurde stark beschädigt, mehrere Häuser und die Bahnstation zerstört. Etwa 3000 Tonnen Munition explodierten oder brannten, wobei die Ursache bis heute nicht vollständig geklärt ist. Die Explosionen wurden durch chemische Reaktionen in Zündern vermutet, die eine Kettenreaktion auslösten. Die Katastrophe führte zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, darunter die Lötschberg-Bergstrecke, die bis Dezember 1947 gesperrt war. Über 40 Häuser wurden beschädigt, 20 mussten neu gebaut werden. Die Gesamtschäden wurden auf rund 100 Millionen Franken geschätzt. Die Bewohner flüchteten in Notunterkünfte, und der Wiederaufbau begann rasch. Die Anlage wurde nach der Katastrophe als Lager und Truppenunterkunft genutzt, bis 2018 erneute Risikobeurteilungen eine weitere Evakuierung und Sanierung erforderten.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant
- Art
- Katastrophe
- Ort
- Kandergrund
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