📷 Image: Wikimedia Commons
Moldauhafen
Hafenbecken in Hamburg
Der Moldauhafen ist ein Hafenbecken im Hamburger Hafen, das 1887 errichtet wurde. Es liegt am Prager Ufer (Nordkai) und Melniker Ufer (Südkai). Das Gelände wurde 1929 für 99 Jahre an die Tschechoslowakei verpachtet, um die Elbe als Schifffahrtsroute für das Binnenland zu nutzen. Dieser Vertrag war Teil des Versailler Vertrags nach dem Ersten Weltkrieg. Der Hafen war bis 2002 von der Tschechoslowakischen Elbe-Schiffahrtsgesellschaft genutzt worden. 1937 kamen 2.010 Binnenschiffe aus der Tschechoslowakei nach Hamburg, wobei hauptsächlich Zucker, Kohle und Getreide exportiert wurden. Nach der Insolvenz der ČSPL reduzierte sich die Nutzung, und der Pachtvertrag gilt bis 2028. Der Vertrag hat seit dem Zweiten Weltkrieg den Charakter eines privatrechtlichen Vertrags zwischen Hamburg und Tschechien. Der Moldauhafen wird ab 2028 als Wohngebiet im Stadtteil Grasbrook umgestaltet. Ein U-Bahnhof der Linie U4 ist geplant, der das Hafenbecken in Nord-Süd-Richtung überspannt. Die Namensgebung der Haltestelle wurde durch eine Online-Abstimmung entschieden, bei der „Moldauhafen“ gewann. Zudem verhandeln Hamburg und Tschechien über einen Flächentausch, um tschechischen Unternehmen weiterhin ein Hafengebiet anzubieten.
Les horaires et les tarifs varient selon la saison et ne figurent donc pas dans ce texte. Informations à jour chez l'exploitant
- Art
- Hafen
- Ort
- Hamburg
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