Kastell Obernburg

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UnterfrankenBezirk Unterfranken

Kastell Obernburg

archäologische Stätte in Deutschland

Das Kastell Obernburg war ein römisches Kohortenkastell in der Altstadt von Obernburg am Main, im Landkreis Miltenberg. Es lag am westlichen Ufer des Untermains und gehörte zur Mainlinie des Obergermanischen Limes. Die Anlage war vollständig überbaut, aber die römischen Strukturen sind in der Stadtstruktur erkennbar. Die Kastellmauer war etwa 2,10 Meter breit, und die Anlage umfasste etwa 2,98 Hektar. Die römische Straße Via praetoria verlief durch die Stadt und führte zum Haupttor des Kastells. Das Kastell war aufgrund seiner reichen Inschriftenfunde und der Entdeckung von Altären der römischen Straßenpolizei (Benefiziarier) bekannt. 1954 wurden sieben Altäre in der Nähe des Kastells gefunden, und 1959 wurde ein römischer Brunnen mit Jupitergigantensäulen entdeckt. Die Anlage wurde 1884 erstmals systematisch erforscht, und die Funde wurden bis in die 2000er Jahre weiter untersucht. Die Münzreihe endete um 244/247 n. Chr., was auf den Rückzug der Römer hinweist. Besucher können die römischen Straßenzüge und die Lage der Tore erkennen, die heute als Straßennamen in Obernburg verankert sind. Die Kastellmauer war mit Zinnen ausgestattet, und die Anlage hatte vier Tore. Die Principia, das Stabsgebäude, lag im Zentrum der Garnison. In der Region wurden auch Holz-Erde-Kastelle und eine römische Straßentrasse entdeckt, die auf die Anlage zurückgehen. Die Umgebung umfasst den Main, den Spessartflüsschen Elsava und die Mümling, die in den Main münden.

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Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Obernburg am Main
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Seehöhe
131 m
Zdroje:Kastell Obernburg (CC0-1.0)

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