Kastell Heilbronn-Böckingen

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Kastell Heilbronn-Böckingen

römisches Militärlager

Das Kastell Heilbronn-Böckingen war ein römisches Militärlager an der Neckarlinie des Neckar-Odenwald-Limes. Es befand sich im nördlichen Teil des Heilbronner Stadtteils Böckingen, an der Straße nach Neckargartach. Das Kastell wurde ab etwa 85/90 n. Chr. genutzt und bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts betrieben. Es war ein Kohortenkastell mit einer Fläche von etwa zwei Hektar und besaß eine rechteckige Form sowie eine doppelte Spitzgrabensystem. Die Mauerecken waren abgerundet, und die Tore waren mit Doppeltürmen versehen. Das Kastell war für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben zuständig und wurde von verschiedenen römischen Einheiten belegt, darunter die Cohors V Delmatarum und die Cohors I Helvetiorum. Der letzte bekannte Kommandant der Helvetierkohorte war Centurio Publius Nasellius Proclianus, der auch Altäre für verschiedene Gottheiten weihte. Das Kastellbad (Balineum) und der Vicus, ein ausgedehnter Siedlungsbereich, lagen in der Nähe des Kastells, sind aber heute nicht mehr sichtbar. Im heutigen Stadtbild von Böckingen ist nichts mehr vom Kastell zu erkennen. Es wurde im 19. und 20. Jahrhundert archäologisch untersucht, wobei die Fundamente der Porta principalis sinistra konserviert und in einer Grünanlage besichtigt werden können. Das Bodendenkmal ist als eingetragenes Kulturdenkmal geschützt, und Funde müssen gemeldet werden.

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Art
Archäologische Stätte, römisches Militärlager, Römisches Bauwerk, Terra-Sigillata-Fundstätte
Ort
Heilbronn
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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