Städtische Gemäldegalerie
ehemaliges Museum für zeitgenössische Kunst in Kassel (Hessen)
Die Städtische Gemäldegalerie Kassels war ein Museum für zeitgenössische Kunst, das zwischen 1921 und 1934 im Weißen Palais an der Friedrichsplatz lag. Die Sammlung entstand aus zwei Hauptquellen: der Stiftung Louise von Bose und der Stadt Kassel. Die Sammlung umfasste Werke des 19. Jahrhunderts sowie internationale Avantgarde-Kunst. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete sie den Grundstock der Neuen Galerie in Kassel. Die Galerie war durch eine Vielzahl von Kunstwerken geprägt, darunter Gemälde aus der Stiftung Louise von Bose und Werke, die die Stadt Kassel erworben hatte. Besonders hervorzuheben sind die Leihgaben des irischen Kunsthändlers William A. Sinclair und des Onkels von Samuel Beckett. Die Sammlung wurde durch die Erwerbungen des Oberbürgermeisters Herbert Stadler in den 1920er Jahren erweitert, wobei ein Fokus auf französische Werke der Naiven Kunst lag. Die Galerie schloss 1934, nachdem sie von der Nationalsozialistischen Machtergreifung beeinflusst wurde. Die Ausstellung umfasste Werke wie das Porträt Gräfin Louise Bose als Kind von August von der Embde, das Wiesenhang bei Ornans von Gustave Courbet sowie Werke von Lyonel Feininger und Séraphine de Senlis. Einige Werke wurden später in Privatbesitz oder in andere Museen wie das MoMA übergeben. Die Sammlung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der Neuen Galerie Kassel weitergeführt.
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