Kanonissenstift, später Zisterzienserinnenkloster Worms (Nonnenmünster/Marienmünster)
ehemalige Zisterzienserinnen-Abtei bei Worms
Das Kloster Maria Münster lag im Süden von Worms, innerhalb des äußeren Mauerrings und in der südwestlichen Ecke der Stadt. Es grenzte an die östliche Mauerabschnitt zwischen Aulturm und dem südöstlichen Eckturm. Ein Wasserlauf durchfloss das Gelände und unterquerte die Mauer Richtung Rhein. Die Nutzung des Wassers war durch eine Urkunde aus dem 12. Jahrhundert geregelt. Die Römerstraße verlief ursprünglich direkt zum Kloster, wurde später westlich umgeleitet. Beiderseits der Straße befanden sich Friedhöfe, wobei der südliche Teil als Nonnenfriedhof diente. Das Kloster wurde 838 als Frauenstift gegründet, aber erst 1016 durch Bischof Burchard neu organisiert. 1236 wurde es zur Zisterzienserinnenabtei, nach einer Reform durch den Bischof Landolf von Hoheneck. 1244 wurde es dem Zisterzienserkloster Eberbach unterstellt. Im Laufe der Zeit stand es in verschiedenen Streitigkeiten mit der Stadt Worms, insbesondere über wirtschaftliche Rechte und Bauunterhaltung. Im 16. Jahrhundert versuchte die Stadt, das Kloster säkularisieren zu lassen, was scheiterte. Im 18. Jahrhundert war die wirtschaftliche Lage stabil, bis es 1802 aufgrund französischer Säkularisierung geschlossen wurde. Das Kloster umfasste vier Höfe, darunter den Nonnenhof in Littersheim, den Nonnenmünsterer Hof, einen Hof in der Stadt und einen in Berghaselbach. Es besaß Mühlen und Grundstücke in der Umgebung. Die Kirche stand im Zentrum des Klosters, und das Patronatsrecht wurde in mehreren Orten ausgeübt. Die Gebäude wurden im 18. Jahrhundert abgebrochen, und das Gelände wurde später für verschiedene Zwecke genutzt, darunter ein Hospital und eine Kaserne. Heute sind keine Gebäude mehr erhalten.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Worms
V okolí
- Christoffelturm (Worms)621 m
- Museum der Stadt Worms644 m
- Kollegiatstift St. Andreas654 m
- Bergkloster917 m
- Siegfriedbrunnen873 m
- Herkulesbrunnen986 m
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