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Lozio
italienische Gemeinde
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Lozio liegt in der Provinz Brescia, genauer in der Lombardei, und ist ein kleiner Ort mit etwa 355 Einwohnern in der Val Camonica. Das Dorf ist kein klassischer Ort mit einem klaren Zentrum, sondern besteht aus vier verstreuten Weilern: Laveno, Sucinva, Sommaprada und Villa, wobei Villa als größter und bekanntester gilt. Es ist von mehreren Gemeinden umgeben, etwa Cerveno im Osten, Schilpario im Norden und Ossimo im Westen und Süden. Die Geschichte Lozios reicht bis in die römische Zeit zurück, wie Funde von Münzen mit den Abbildungen von Tiberius und Costantino belegen. Im Mittelalter war der Ort ein wichtiger Eisenverarbeitungsstandort mit einem eigenen Schmelzofen. Besonders tragisch war das Jahr 1428, als im Castello di Lozio ein blutiges Massaker stattfand. Später prägten die Familien Nobili und Federici die Geschicke des Ortes, bis die Macht der Nobili im 16. Jahrhundert schwand. Im Zweiten Weltkrieg spielte Lozio eine Rolle als Stützpunkt der Partisanen unter Giacomo Cappellini. Vor Ort prägen vor allem historische Kirchen die Landschaft: In Villa steht die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo mit Fresken von Antonio Guadagnini, in Sucinva die Kirche San Antonio da Padova und in Sommaprada die Kirche San Giovanni Battista. Das Castello di Lozio, einst Sitz der lokalen Herrscher, erinnert an das blutige Ereignis von 1428. Die vier Fraktionen bewahren zudem eigene Traditionen, etwa die „scütüm“, lokale Spitznamen, oder Bräuche wie das „Falò degli sposi“ zur Begrüßung neuer Ehepaare. Die abgelegene Lage in einem Seitental der Val Camonica macht Lozio zu einem ruhigen, aber geschichtsträchtigen Ziel.
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- Art
- Gemeinde in Italien
- Ort
- Provinz Brescia
- Seehöhe
- 975 m
V okolí
- Laveno212 m
- Sommaprada692 m
- Cimone della Bagozza2.9 km
- castello di Lozio2.5 km
- Concarena3.1 km
- Malegno4.0 km
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