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Museumspark Rüdersdorf

Der Museumspark Rüdersdorf östlich von Berlin steht auf einem Vorkommen, das es so in Norddeutschland kein zweites Mal gibt: Der triassische Muschelkalk, rund 240 Millionen Jahre alt, liegt im Norddeutschen Becken sonst in Tiefen bis zu dreitausend Metern — hier tritt er an die Oberfläche. Deshalb wird an dieser Stelle seit über 770 Jahren Kalkstein gebrochen. Spätestens seit dem 17. Jahrhundert war Rüdersdorf der Baustofflieferant Berlins. Brandenburger Tor und Schloss Sanssouci bestehen aus diesem Material, und mit der Bedeutung wuchs auch der Anspruch an die Anlagen: Die Öfen und Betriebsgebäude entstanden teils nach Entwürfen namhafter Baumeister, unter ihnen Schinkel. Das siebzehn Hektar große Gelände versammelt diese Bauten heute als Industriedenkmal von nationalem Rang — Schachtöfen, Rampen und Transportanlagen, die den kompletten Weg vom Bruch zum gebrannten Kalk nachvollziehbar machen. Der Rundgang über das Freigelände dauert ein bis zwei Stunden. Interessanter sind die Führungen, weil sie über den Park hinausführen: geologische Touren mit Fossiliensuche im noch aktiven Tagebau, Steinbruchfahrten zur heutigen Abbautechnik und abendliche Fackelwanderungen. Kart- und Bollerwagenverleih erleichtern längere Wege. Geöffnet ist ganzjährig, im Sommerhalbjahr mit längeren Zeiten. Der Eingang liegt an der Heinitzstraße in Rüdersdorf.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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