Augustinerkloster Wittenberg
Kloster, in dem Martin Luther lebte; heute Lutherhaus
Das Augustinerkloster Wittenberg, auch Schwarzes Kloster genannt, war ein Kloster der Augustiner-Eremiten in der ehemaligen Stadt Wittenberg. Es lag im östlichen Teil der mittelalterlichen Stadt, nahe dem Elstertor, direkt an der Stadtmauer. Heute steht dort das Lutherhaus, das frühere Klostergebäude. Das Kloster wurde 1504 gegründet und diente vor allem als Unterkunft für auswärtige Mönche, die an der Wittenberger Universität studierten. Martin Luther wohnte hier von 1508 bis 1522, wo er 1517 die Reformation auslöste. Katharina von Bora und Martin Luther lebten ab 1525 im Kloster, das als Zentrum des lutherischen Haushalts und der theologischen Arbeit diente. Bis zu 50 Personen lebten dort, darunter Studenten, Gäste und Mitarbeiter. Im Kloster gab es einen Prior, der die Anlage leitete. Es gab über 40 Mönche, die meist auswärtige Augustiner waren. Die Anlage hatte Einkünfte aus Dörfern und Stiftungen. Das Kloster war ein Zentrum für theologische Diskussionen und wurde später von der Universität übernommen. Es war ein wichtiger Ort für die Entwicklung der Reformation und des lutherischen Denkens.
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- Art
- Kloster
- Ort
- Lutherstadt Wittenberg
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