Bayern

Englischer Garten

Der Englische Garten zieht sich über fünfeinhalb Kilometer vom Stadtzentrum nach Norden und umfasst 376 Hektar, mit den Maximiliansanlagen 411. Das Wegenetz misst 78 Kilometer; über fünf Millionen Menschen kommen jährlich, 60 Mitarbeiter pflegen den Park für rund 2,5 Millionen Euro im Jahr. Der Ursprung liegt in einer sozialpolitischen Idee. 1789 verfügte Kurfürst Karl Theodor die Anlage, angeregt vom Amerikaner Benjamin Thompson, dem späteren Reichsgrafen von Rumford: Der Park sollte „nicht bloß einem Stande, sondern dem ganzen Volke zugute kommen" – ein Volksgarten, bevor es das Wort gab. Noch im August 1789 wurde der Schwetzinger Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell nach München berufen. Unter Rumford entstanden rasch Wege, Pflanzungen und Bauten, darunter 1790 der Chinesische Turm und das Rumfordhaus. 1800 kamen 100 Hektar im Norden hinzu, ab 1804 wurde der Kleinhesseloher See angelegt, heute rund acht Hektar groß. Den landschaftlichen Schliff erhielt der Park, als Sckell 1804 als Hofgartenintendant nach München zurückkehrte. Der Monopteros folgte erst 1837 nach Plänen Leo von Klenzes, auf einem eigens aufgeschütteten Hügel. Der Park ist ganzjährig frei zugänglich; für die Runde durch den südlichen Teil genügen zwei Stunden.

Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.

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