Burg Botzlar

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Burg Botzlar

Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Die Burg Botzlar ist ein Ruinenrest einer Wasserburg in der Stadt Selm, Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen. Sie war ursprünglich im Besitz der Herren von Meinhövel, die ab 1250 auch als Herren von Botzlar bekannt waren. Die Burg wurde 1282 erstmals in Schriftquellen erwähnt und diente als Grenzburg gegen die Grafen von der Mark. Sie wurde mehrfach zerstört, zuletzt 1369, und blieb bis 1597 in der Familie von Meinhövel, ehe sie an die Familie von Ascheberg überging. Die Burg besteht aus einem zweigeschossigen, sechsachsigen Bruchsteinbau aus dem 19. Jahrhundert, in dem vermutlich Reste eines mittelalterlichen Bergfrieds verbaut sind. Auf einer Karte aus dem Jahr 1834 ist der Bergfried im Südwesteck noch erkennbar. Die Anlage umfasste eine Hauptburginsel mit einer Vorburginsel, die zwei Reihen von Gebäuden beherbergte. Mindestens zwei steinerne Burgmannenhäuser standen auf dem Gelände, darunter das Steinhaus des Lubbert von Morrien aus 1469 und das „lapideum“ aus dem Jahr 1300. Die Burg bot im 15. Jahrhundert ein eigenes gutsherrliches Gericht, das später mit dem bischöflichen Gogericht in Werne verschmolz. In der NS-Zeit war die Burg Sitz einer Gauschule der NS-Frauenschaft. 2013 erwarb eine Bürgerstiftung die Burg für 600.000 Euro. Die Anlage umfasste mehrere Gräften, deren innerste erst in den 1960er Jahren zugeschüttet wurde. Die Umgebung um die Burg besteht aus weitläufigen Flächen, die von einer Wallhecke umschlossen wurden.

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Art
Burg
Ort
Selm

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