Kastell Langenhain
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kastell Langenhain war ein römisches Kastell am Obergermanischen Limes, östlich von Langenhain-Ziegenberg in der Gemeinde Ober-Mörlen im Wetteraukreis. Es lag etwa 350 m hinter dem Übergang des Limes über die Usa, in einer südlichen Hanglage oberhalb des Flusstals. Der Limes verlief südlich nach nördlich durch den Bereich und tritt in den westlichsten Teil der Wetterau ein. Die Anlage ist heute unüberbaut, abgesehen von einem Aussiedlerhof im Süden. Das Kastell war Teil der römischen Grenzfestung und wurde vermutlich um 115 n. Chr. als Auxiliarlager eingerichtet. Die Funde deuten auf eine Kohorte der Cohors I Biturigum Aquitanorum equitata hin, die möglicherweise unter Kaiser Trajan nach Langenhain verlegt wurde. Das Kastell bestand bis in die Zeit des Limesfalls um 260 n. Chr. und wurde später zum Steinbruch genutzt. Im Bereich des Kastells wurden Erdkeller und ein Geschirrdepot des 3. Jahrhunderts entdeckt, das auf einen lokalen Händler hinweist. Im Kastellvicus westlich des Kastells befand sich ein Töpferofen, ein Steinbau vermutlich als Kastellbad und ein Gräberfeld. Die Grabungen ergaben ein bedeutendes Geschirrdepot, das Keramik aus verschiedenen Regionen enthält. Der Handel war lokal geprägt, mit Waren aus Rheinzabern und Trier. Das Kastell war Teil des UNESCO-Welterbes und als Bodendenkmal geschützt. Die Anlage ist heute nur noch als Fundplatz erkennbar.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Langenhain-Ziegenberg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
- Seehöhe
- 224 m
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