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Virgilkapelle
Kirchengebäude in Wien
Die Virgilkapelle ist eine unterirdische Gruft neben dem Stephansdom in der Innere Stadt von Wien. Sie liegt etwa zwölf Meter unter dem Niveau des Stephansplatzes und hat eine rechteckige Form mit sechs Nischen. Die Kapelle wurde im 13. Jahrhundert errichtet und war ursprünglich Teil eines Planes, ein Bistum in Wien zu gründen, wofür eine Krypta für den heiligen Koloman vorgesehen war. Der Bau wurde jedoch nicht vollendet, nachdem der letzte Babenberger Herzog starb. Die Kapelle wurde im 14. Jahrhundert als Familienkapelle der Chrannest genutzt und lag unter der Magdalenenkapelle, die im 16. Jahrhundert abbrannte. Sie blieb bis 1972 verschüttet, bis sie bei Arbeiten an der U-Bahn wiederentdeckt wurde. Heute ist sie in der U-Bahn-Station Stephansplatz integriert und kann von der oberen Ebene aus betreten werden. Der Innenraum ist in gutem Zustand, obwohl die Westwand durch den Bau zerstört wurde. Besucher können die Kapelle durch einen leicht erhöhten Boden und ein diskretes Geländer erreichen, das den direkten Zugang zu den Wänden verhindert. Die Kapelle ist Teil des Wien Museums und wird ergänzt durch ein Museum des Mittelalters mit Exponaten und Dokumentationen. Die Grundrisse der Kapelle sind im Pflaster des Stephansplatzes mit farbigen Steinen dargestellt, bei der Neuverlegung 2017 mit einer schwarzen Linie.
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- Art
- Kirchengebäude, Museum, Kapelle
- Ort
- Innere Stadt
- Adresse
- Stephansplatz
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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