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Burg Brockzetel

abgegangene, spätmittelalterliche Sperrburg der Grafschaft Ostfriesland im Ortsteil Brockzetel der niedersächsischen Kreisstadt Aurich

Die Burg Brockzetel ist eine abgegangene Sperrburg aus dem späten Mittelalter, die im Ortsteil Brockzetel der Kreisstadt Aurich in Niedersachsen steht. Sie war Teil der Grafschaft Ostfriesland und wurde als Befestigung des Friesischen Heerwegs in einer Moorlandschaft errichtet. Die Burgstelle liegt in einer ehemals flach abfallenden Landschaft und ist umgeben von einem Graben, der heute nur noch als leichte Senke sichtbar ist. Die Burg war strategisch wichtig, da sie an einer Engstelle des Heerwegs stand. Graf Edzard I. nutzte sie 1514, um Herzog Heinrich I. von Braunschweig-Wolfenbüttel zur Schlacht zu zwingen. Die Burg wurde 1497 erstmals erwähnt, als Graf Edzard freies Geleit für einen Treffpunkt auf dem „Blockhaus“ zu Brockzetel zusagte. Der Begriff „Blockhaus“ bezieht sich auf die militärische Funktion der Burg als Sperranlage. Die Burgstelle umfasst einen etwa 23 × 20 m großen Innenraum, der mindestens 3,5 m erhöht war. Bohrungen im Jahr 1989 fanden Backsteingrus, was den Nachweis für ein Steinhaus auf der Burgstelle liefert. Das Gelände wurde durch Sandabgrabungen und den Bau eines Backhauses im 19. Jahrhundert gestört. Die Burg wurde nach der Schlacht bei Meerhusen abgerissen.

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Art
Burg
Ort
Aurich

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