Erasmuskapelle

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NiederösterreichBezirk Q980

Erasmuskapelle

Kirchengebäude in Kempten (Allgäu)

Die Erasmuskapelle stand in Kempten (Allgäu) neben der St.-Mang-Kirche und war ursprünglich eine Friedhofskapelle mit Erdgeschoss als Kirche und Untergeschoss als Beinhaus. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und bis 1857 genutzt. Die archäologischen Funde aus dem 20. Jahrhundert zeigten, dass hier ein Friedhof mit über 500 Grabstellen lag. Die Kapelle wurde im Zweiten Weltkrieg entdeckt und 2010 als Schauraum wiederhergestellt, um die Geschichte des Sakralbaus und der Stadt zu erläutern. Der Schauraum enthält die erhaltenen Mauern der Kapelle, die mit Beton stabilisiert wurden. Auf dem Platz ist der Umriss der Michaelskapelle als Bronzeband eingelassen, daneben eine Gruft mit 50 Gebeinen. Die Ausstellungsfläche umfasst einen Monitortisch mit Funden und eine Projektion der Geschichte der Stadt. Die Beinhaus- und Kapellenräume sind durch Öffnungen sichtbar, und die Wände zeigen mit Projektoren Markierungen und Bilder der verschiedenen Bauphasen. Der Schauraum wird durch eine technische Ausstattung ergänzt, die die Atmosphäre bewahrt. Die Begehung ist über einen neuen Eingang möglich, der einen Querschnitt der Mauern zeigt. Die Gruft wurde von Pfarrern geweiht und dient als Depot, wissenschaftliches Magazin und Gruft. Die Ausgrabungen und die Neugestaltung des Platzes führten zu einem neuen kulturellen Angebot der Stadt.

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Art
Archäologische Stätte, Kirchengebäude
Ort
Kempten
Adresse
St.-Mang-Platz 4a, 87435 Kempten (Allgäu)
Baustil
Romanische Architektur
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern

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