Kölner Kreuzbrüder
Niederlassung des Ordens vom Heiligen Kreuz (Kreuzherren) in Köln
Die Kölner Kreuzbrüder waren eine Niederlassung des Ordens vom Heiligen Kreuz in Köln, die 1309 an der Schildergasse ansiedelten. Sie entstanden aus dem Kloster Steinhaus bei Beyenburg und zogen bereits 1287 in Köln ein. Die Gründung wurde 1307 durch den Erzbischof Heinrich II. von Virneburg genehmigt, wodurch die Stadt Köln die Ansiedlung nicht verhindern konnte. Die Kreuzbrüder erwarben ein Haus in der Schildergasse und richteten dort ein Kloster ein, das sich zu einem wichtigen kulturellen Zentrum entwickelte. Die Kölner Kreuzbrüder betrieben eine umfangreiche Schreibtätigkeit und hinterließen 97 Handschriften im Kölner Stadtarchiv. Sie baute eine Kirche in der Kreuzgasse, die 1390 zur Kirche mit Turm und Glocke ausgebaut wurde. Das Kloster wuchs durch weitere Grundstücksverkäufe und Spenden, wobei Patrizierfamilien wie die Rincks maßgeblich zur Verschönerung beitrugen. Die Kreuzbrüderkirche wurde 1737 neu gebaut und 1802 der Säkularisation zum Opfer gefallen. Die ehemalige Klosteranlage wurde nach der Säkularisation verkauft und in Wohnhäuser umgewandelt. Das Gebäude Schildergasse 84 entstand 1808 und diente später als Polizeipräsidium. Heute erinnern die Kreuzgasse und Brüderstraße an die Kölner Kreuzbrüder. Die ehemalige Kirche wurde durch ein Geschäftshaus ersetzt, doch eine Gedenktafel erinnert an die historische Präsenz der Brüder.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Kollegiatstift
- Ort
- Köln
V okolí
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- Antoniterkirche105 m
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