Le Kahl Burg
Le Kahl Burg ist eine unterirdische deutsche Befestigungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg in der Klippe von Le Tréport. Sie liegt 60 Meter über dem Meer und reicht rund 20 Meter tief in den Fels: 32 Räume auf vier Ebenen, verteilt über fast 300 Meter Länge, verbunden durch etwa 225 Stufen und Gänge mit gemauerten Ziegelgewölben. Die Temperatur liegt ganzjährig konstant bei 11 Grad. Gebaut wurde die Anlage über zwei Jahre von Gefangenen, mehrheitlich ukrainischen Frauen; fertig wurde sie bis zur Landung von 1944 nicht. Danach lag sie rund sechzig Jahre lang verlassen. Seit 2001 wird sie von Ehrenamtlichen freigelegt und erhalten, und zwar in ihrem ursprünglichen Zustand. Zu sehen sind Zugangs- und Technikräume, Unterkünfte und Beobachtungsstände, eine Geschützstellung, in der noch die 75-Millimeter-Kanone steht, sowie der Gefechtsstand, von dem aus die 245. und die 348. Infanteriedivision geführt wurden. Die Raumordnung macht die militärische Hierarchie unmittelbar ablesbar. Besichtigt wird mit Führung. Die Ehrenamtlichen erzählen dabei nicht nur Maße und Truppenzahlen, sondern auch vom Alltag in der Anlage, von ihrer Organisation und von den Bedingungen, unter denen die Gefangenen hier arbeiten mussten. Der Bunker ist nicht rollstuhlgerecht. Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind bei elf Grad und feuchten Treppen keine Empfehlung, sondern eine Voraussetzung.
Otevírací doba a vstupné se mění podle sezóny, proto nejsou součástí tohoto textu.
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