Seeufersiedlung Arbon-Bleiche 2
Seeufersiedlung in Arbon im Kanton Thurgau
Die Seeufersiedlung Arbon-Bleiche 2 liegt in Arbon im Kanton Thurgau und wurde 1945 während der Anbauschlacht entdeckt. Sie gehört zur Arboner Kultur und ist seit 2011 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen. Die Siedlung ist bekannt für ihren hohen Metallanteil, wobei sowohl Bronze als auch Gold gefunden wurden. Sie liegt stratigraphisch unter der Pfahlbausiedlung Arbon-Bleiche 3. Die Siedlung wurde 1945 von 30 polnischen Kriegsgefangenen ausgegraben, wobei eine Fläche von 2800 m² untersucht wurde. Die Dokumentation gilt als vorbildlich, erfüllt aber nicht mehr die heutigen Ansprüche. Die Datierung basiert auf fünf Dendrodaten und typologischen Vergleichen, die eine Belegungsdauer bis ins 16. Jahrhundert v. Chr. nahelegen. Die Keramik und Bronzegegenstände zeigen Verbindungen zu verschiedenen Regionen, darunter Grossbritannien und Ungarn. In der Siedlung wurden 375 kg Scherben, 99 Bronzegegenstände, zwei Golddrähten und verschiedene Artefakte gefunden. Die Keramik besteht aus verzierter Feinkeramik, die mit Funden aus Bodman-Schachen vergleichbar ist. Die Nadeln und Dolche deuten auf eine Zeit vom Ende der Frühbronzezeit bis zum Anfang der Mittelbronzezeit hin. Die Funde zeigen, dass die Siedlung über Handelsnetze mit dem Meer verbunden war.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Arbon
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